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Das Tausend-Fotos-Machen beim Digitalfotografieren heutzutage folgt dem Motto: Lieber zu viel als zu wenig; irgendein gutes Foto wird schon dabei sein. An die Stelle des einsti-gen Gezwungenseins zu (Vor-)Überlegung und Sorgfalt aufgrund der Kostbarkeit und Be-grenztheit des Filmmaterials ist heute die Statistik des Zufalls getreten: Je mehr Bilder (von einem Motiv), desto größer ist die Chance, daß ein gutes dabei ist. Doch in Wirklichkeit verhält es sich umgekehrt: Je mehr Bilder man machen kann, desto weniger Mühe gibt man sich und knipst, was das Zeug hält - der Statistik vertrauend. Und man übersieht dabei, daß die Chance eines gelungenen Fotos bei einem einzigen mit Sorg-falt gemachten immer höher ist als bei tausend drauflosgeknipsten. /08 |