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Die Monotalentierten und -interessierten sind die Gewinner in der durchspezialisierten Moderne (und in der arbeitsteiligen sowieso). Denn ihnen bleibt gar nichts anders übrig, als ihre gesamte Zeit für ihr einziges Talent zu verwenden (und wenn sie auch noch mono-motiviert sind, tun sie es sogar gerne). So werden sie unschlagbare Profis. Und weil sie dann die Gewinner sind - wenn sie denn die Möglichkeit haben, in ihrem Talentbereich tä-tig sein zu können - verlangt man der Wettbewerbslogik folgend von allen, so zu sein. Das Beste geben, alles geben, Spitze sein - aber nicht alles wollen. Aber für vieles talentiert oder auch nur an vielem interessiert zu sein, ist dysfunktio-nal, bringt nur Nachteile, verringert die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Das sind dann die Looser, die sich "verzettelt haben", die zu blöd waren, sich rechtzeitig Gedanken zu ma-chen, "was sie eigentlich wollen". Es gibt für sie nur den einen Trost, daß die Monotalentierten eben nur eine Chance haben - wenn ihr eines Talent nicht nachgefragt wird haben sie Pech gehabt, denn es gibt immer noch andere Spitzenkräfte, andere Monotalente. /07 |